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Meine erste Begegnung mit Roy Orbison hatte ich im Alter von etwa 13 Jahren. Im Zimmer meines Vetters lagen Singles herum, unter denen sich auch eine Scheibe mit dem Titel Oh, Pretty Woman / Yo Te Amo, Maria befand. Obwohl die Wiedergabe des Telefunken-Mono-Plattenspielers sehr zu wünschen übrig ließ, faszinierte mich auf Anhieb die Stimme und das spürbare Gefühl des Interpreten. Der mir bis dahin unbekannte Roy Orbison blieb so tief in Erinnerung, dass ich Jahre später vom ersten selbstverdienten Geld meine erste Langspielplatte von ihm erstand. Von dieser Zeit an wurde das Hören und Sammeln von Orbison-Songs zur Leidenschaft. Inzwischen stehen über 120 CDs, einige DVDs und eine VHS-Cassette in meinem Regal und im Auto wurde die CD mit meinen Lieblings Roy Orbison Songs zur festen Einrichtung. Selbst meine Tochter hat neben der aktuellen Popmusik Gefallen an Songs von Roy Orbison gefunden und meine Frau war von Beginn an ein Fan (allerdings nicht so leidenschaftlich wie ich). Mir gefällt an den Titeln die meist ausgewogene Instrumentierung und mich fasziniert der Oktav-Umfang von Roy Orbisons Stimme. Seine Lieder sind voll Liebe, Sehnsucht, Einsamkeit und Schmerz - Roy Orbison Songs eben. Klaus W. |
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Niemand singt wie Roy Orbison "Man muss allerdings Sänger sein, um das zu begreifen. Wenn wir gewöhnlichen Menschen einen Roy Orbison Song hören, denken wir die wenigste Zeit über seine Stimme nach (bis er eine dieser unbeschreiblichen, umwerfenden Noten singt!). Die meiste Zeit spüren wir einfach seine Regung. Wir fühlen seine Liebe, seinen Schmerz, seine Einsamkeit. Das ist es, was seine ungewöhnlichen Songs auszeichnet. Als Roy lebte, war es schwierig nicht von Liedern wie 'Mama' , 'Evergreen' oder 'Born On The Wind' ergriffen zu sein. Jetzt ist es unmöglich ! Roy Orbison war unbestreitbar einer der größten Sänger der jemals gelebt hat. Aber das ist nicht der Grund dafür, dass wir ihn vermissen. Roy Orbison war ein gefühlvoller, sensibler Mann, der besser als alle anderen zum Ausdruck brachte, was er in seinem Herzen fühlte. Darum vermissen wir ihn." Marty Pekar |
| Bruce
Springsteen beim Eintrag von Roy Orbison in die "Rock & Roll
Hall Of Fame" (1987) "Als wir 1975 ins Studio gingen um 'Born To Run' aufzunehmen, wollte ich eine Platte machen mit einem Text wie Bob Dylan und einem Sound wie Phil Spector; aber in erster Linie wollte ich singen wie Roy Orbison. Nun, jeder weiß, dass niemand singt wie Roy Orbison ! Also, alles was ich sagen möchte ist: Meine Gratulation, Danke für die Inspiration und .... rrrrrrrr Mercy !" |
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Aus dem Nachwort der CD "King Of Hearts" (1992)"Ich bin sicher, dass Roy, als er noch ein kleiner Junge in Texas war, mit einem Lied im Herzen und einer Melodie auf den Lippen, nie einen süßeren Traum geträumt hat, als seine Songs fertig zu stellen unter der Mithilfe von so vielen alten und neuen Freunden. Roy wäre so stolz gewesen, ein weiteres Studio auszulasten und es noch einmal mit so großartigen Musikern zu füllen. Es war wirklich ein spezielles Ereignis, diese Aufnahmen für Roy fertig zu stellen. Ja, Roy, wir haben eine weitere CD fertig gestellt und Du würdest es kaum glauben, aber alle sind gekommen und gaben ihre uneingeschränkte Liebe, ihre volle Unterstützung und ihr bestes Können. Roy liebte alle und jeden von Euch. Danke, dass ihr Roy geliebt habt." Barbara Orbison |
Aus der Beilage der CD "The Singles Collection 1965-1973" "Roy Orbison's Stimme war eines der großartigsten Instrumente der populären Musik. Sie setzte sich ab wie eine blaue Neon-Reklame gegen die rabenschwarze Dunkelheit einer einsamen Nacht. Sie war leuchtend und unmissverständlich. Eine Roy Orbison Aufnahme war beachtenswert von der ersten Gesangs-Note an. Nur wenige haben versucht seine Songs zu singen (und noch wenigere hatten Erfolg damit) weil - mehr als üblich - Roy Orbison wahrhaft einmalige Leistungen erbrachte." Colin Escott |
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Aus der Beilage der CD "Ballads" (1990)"Waren Sie jemals verliebt in einen Roy Orbison Song? Das ist nicht überraschend, denn vielen Menschen geht es ebenso. Sein überragendes, stimmliches und kompositorisches Talent war ideal für die Träumer, die Liebenden und die Nachtmenschen. Wo auch immer wir waren oder jetzt sind, halten wir inne und hören dieser Stimme zu." ... "Die Aufrichtigkeit in seinen Texten ist etwas, das nur sehr wenige vermochten auszudrücken. Roy lebte seine Musik. Seine Stimme und seine Songs sind, wie der Wind, zeitlos." Mick Perry |
Aus der Beilage der CD "The Classic Roy Orbison 1965-1968" "Einfach gesagt: Roy war ein Mann mit einer unbeschreiblichen Gabe... die er liebenswerter weise mit uns allen teilte. Und keiner, der von dieser Gabe einmal berührt wurde, der sie einmal in seinem Innersten gefühlt hat, wird sie jemals vergessen." Jim Fahey |
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Andere Stimmen zu Roy Orbison (aus der Beilage der CD "The Very Best Of Roy
Orbison"): K.D. Lang: "Ein prägendes Erlebnis für mich, musikalisch wie auch als Mensch. Tief und ehrlich spirituell. Er hat für immer mein Leben beeinflusst." Bob Dylan: "Roy war ein Opernsänger. Er hatte die größte Stimme." Jeff Lynne: "Das erste, was ich jemals von Roy gehört habe, war Only The Lonely. Ich war vielleicht 13 oder 14 Jahre alt. Ich bekam eine Gänsehaut, denn es war so anders. Am Ende bekam ich ein Tonband mit all seinen Songs und ich spielte das Band, das etwa 5 Jahr hielt, fast pausenlos." Mick Jagger: "Durch das Beobachten von Roy lernte ich, wie man eine mitreißende Ballade singt." George Harrison: "Roys Stimme klang aus dem Radio und berührte das in dir, was andere Interpreten nie erreichen." Bono: "Roy war ein wenig magisch. Er war sanftmütig und weise und so geheimnisvoll wie seine Stimme." Tom Waits: "Roy Orbison's Songs erzählten keine Träume - es waren Träume." |
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Roy Orbison Eintrag in der "Rock & Roll Hall Of Fame" "Roy Orbison besaß eine der großen Rock & Roll-Stimmen: Ein kraftvoller, wohlklingender Tenor, der dazu in der Lage war, dynamische Crescendos zu singen. Er sang herzbrechende Balladen und bluesige Rocksongs, mit denen er in den 60ern großartige Erfolge erzielte. In den vier Jahren zwischen der Veröffentlichung von "Only the Lonely" 1960 und dem Erscheinen von "Oh, Pretty Woman" schaffte Orbison es neunmal sich in den Top-Ten zu platzieren. Orbisons erinnerungswürdigsten Darbietungen waren herzergreifende Melodramen wie "Crying" und "It's Over", welche er mit seiner gefühlvollen, bedächtigen Stimme zu Gehör brachte. Die Melancholie seiner Songs fand bei Hörern aller Altersgruppen Anklang, besonders jedoch bei Teenagern, die noch genau wussten wie man sich fühlt, wenn man seine Liebe verliert. Als gebürtiger Texaner begann er seine Karriere bei Sun Records, wo er mit seiner Band "The Teen Kings" Rockabilly-Songs einspielte und 1956 mit "Ooby Dooby" einen kleineren Erfolg verzeichnen konnte. Mit dem Wechsel zum eher Nashville-orientierten Label Monument 1960 fand Orbison seinen persönlichen Stil, der ihn auch bei seinen zukünftigen Hits - darunter auch zwei, die es auf Platz eins schafften: "Oh, Pretty Woman" und "Running Scared" - begleiten sollte. Orbison konnte auch überzeugend härtere Rocksongs wie "Candy Man" und "Mean Woman Blues" abliefern, jedoch waren es seine fast schon wehleidigen, klagenden Lieder, die ihm den Weg zum Ruhm als Rock & Roll-Original sicherten. Als gefeierter Star ging er 1963 in England mit den Beatles auf Tour und war auch zehn Jahre danach noch sehr beliebt. Obwohl seine Popularität in den Staaten Ende der 60er Jahre etwas abgeklungen war, erlebte Roy Orbison in den 80ern eine Art Wiederauferstehung. Er ging mit den Eagles auf Tour und nahm 1980 das Duett "That Lovin' You Feelin' Again" mit Emmylou Harris auf, welches ihm einen Grammy einbrachte. 1981 lieferte er eine erfolgreiche Comeback-Show und erlebte, wie Van Halen 1982 eine Hit-Version von "Oh, Pretty Woman" aufnahm. Doch seine eigentliche Rückkehr als Berühmtheit begann erst 1987 mit einem Tributkonzert, unter anderem mit Bruce Springsteen und Elvis Costello, und seiner Aufnahme in die "Rock And Roll Hall Of Fame". Im selben Jahr machte er Neuaufnahmen einiger seiner bekanntesten Stücke für den CD-Markt (" In Dreams: The Greatest Hits") und sang seinen Hit "Crying" im Duett mit K.D. Lang. 1988 beteiligte er sich an der Gruppe "The Traveling Wilburys", wo er mit Bob Dylan, Tom Petty, Jeff Lynne und George Harrison in guter Gesellschaft war. Das Album "Mystery Girl" war schon aufgenommen und wartete auf seine Veröffentlichung, als Orbison am 6.Dezember 1988 plötzlich nach einem Herzanfall verstarb. Das Album beinhaltete den späteren Hit "You Got It" und wurde das best platzierte Album seiner Karriere." |
Für die Anreise zu einem Konzert in Alabama mietete Roy ein kleines Privat-Flugzeug mit tief liegenden Tragflächen. Weil ihn während des Fluges der helle Sonnenschein blendete, setzte Roy im Flugzeug seine Sonnenbrille auf und legte seine normale Brille zur Seite. Am Ziel angekommen verließ er eilig das Flugzeug, vergaß dabei seine Brille und bemerkte es erst, als die Sonne unterging. Er war dadurch gezwungen, das Abendkonzert mit seiner Sonnenbrille zu überstehen. An den nächsten Tagen flog er nach Atlanta, New York, London, um die Tour der Beatles zu eröffnen. Bei den Konzerten trug er notgedrungen wieder seine Sonnenbrille, was Roy doch sehr störte - alle anderen machten sich aber keine Gedanken darüber. Die Tour wurde für die Beatles und ihn ein großer Erfolg in Europa und international und
danach gab es plötzlich überall auf der Welt Bilder von Roy Orbison mit Sonnenbrille.
Ein Image war geboren - nicht beabsichtigt und kein Ausdruck von Coolness. Es war einfach
nur die Folge eines Fehlers von Roy. |
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"Roy Orbison
zählt zu den populärsten und anerkanntesten Songschreibern der Rock And Roll
Ära. Seine drei Oktaven umfassende Stimme war eine Klasse für sich und
seine tief empfundenen, manchmal emotionalen Songs machten ihn zu einem
Meister seines Fachs. Sein musikalischer Einfluss begann früh in seinem
Leben, während er in der kleinen Stadt Wink in Texas aufwuchs. Er lernte als
Kind das Gitarrenspielen und sang im Alter von acht Jahren Country-Songs im
Radio. Als Teen begann er durch die Tanzhallen von West-Texas zu touren. |
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Stand: 11. Mai 2009